Über einige Tage berichten Menschen, wie sie eine immersive Recherche nutzen, was hängen bleibt und was sie weiter recherchieren. Diese Einblicke verbinden Alltagssituationen mit Nutzungsmustern und machen aus anonymen Events konkrete Bedürfnisse. Leitfäden, offene Fragen und behutsames Nachfragen erlauben, Stolpersteine sichtbar zu machen. Ergebnisse fließen in Prioritätenlisten ein, die künftige Iterationen systematisch leiten.
Frühe Prototypen gewinnen, wenn man sie schnell, freundlich und wiederholt testet. Drei bis fünf Personen genügen oft, um grobe Reibungen aufzudecken: unklare Hinweise, zu leise Audioanker, irritierende Navigation. Wir beschreiben Setups für WebXR, Mobile und Headsets, definieren Aufgaben, messen Erfolgsquoten und notieren wörtliche Zitate. So sparen Redaktionen Budget, verringern Risiken und verbessern Wirkung schon vor dem Launch.
Insbesondere bei lokalen Recherchen hilft Co-Creation. Workshops mit Betroffenen und Expertinnen testen Verständlichkeit, Relevanz und Sensibilität. Gemeinsam gesetzte Ziele machen Erfolg messbar: Aufklärung, Dialog, Handlungsoptionen. Wir erläutern, wie man Feedback strukturiert, Einwilligungen einholt und Erwartungen klärt. Eine Stadtteilredaktion gewann dadurch Mitautorenschaft für Kontexttafeln, die später die meisten Nachfragen überflüssig machten.